Wer hätte gedacht, dass der Winter in diesem Jahr noch einmal zurückkommt? Mehrere Wochen lang standen die Baustellen der 2. Nord-Süd-Verbindung still. Eine mehrere Zentimeter dicke Schneedecke hüllte den Bereich am Magdeburger Ring zwischen Editharing und Albert-Vater-Straße in ungewohnte Ruhe. Doch nur wenige Tage später zeigt sich ein völlig anderes Bild: Der Frühling ist in Magdeburg angekommen – und mit ihm neues Leben auf der Baustelle. Bei Sonnenschein wird aktuell an vielen Stellen gleichzeitig gearbeitet.
Im Editharing werden derzeit die großen Rohre zurückgebaut, über die während der Sanierung des Mischwasserkanals aus dem Jahr 1871 das Abwasser umgeleitet wurde. An den Auf- und Abfahrten des Magdeburger Rings ist stellenweise bereits die Asphalttragschicht – die sogenannte Schwarzdecke – eingebaut. Zuvor wurden hier der Unterbau, Bordsteine und die Entwässerung fertiggestellt.
Auch in Richtung Halberstadt nimmt die neue Fahrbahn deutlich Gestalt an. Die Tragschicht ist bereits eingebaut, die finale Deckschicht folgt erst zum Abschluss der Bauarbeiten, wenn keine schweren Baufahrzeuge mehr unterwegs sind. Entlang der künftigen Gleistrasse sind die Winkelborde größtenteils gesetzt – ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Gleisbau in die nächste Phase startet.
Unter Fahrbahn und Gleistrasse wurden bereits im Vorfeld zahlreiche Hausanschlüsse verlegt. Auffällig ist derzeit eine große Lücke in der Lärmschutzwand am Magdeburger Ring: Hier wurde eine beschädigte Abwasserleitung erneuert. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Lärmschutzwand wieder geschlossen.

Parallel dazu entstehen entlang der Strecke die Fundamente für die Sichtschutzwand, die im Bereich des Magdeburger Rings den Schall des Verkehres absorbiert. Diese Fundamente bilden künftig die Basis für die entsprechenden Tragelemente.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist erreicht: Der Durchlass der Schrote ist fertiggestellt, der darüber liegende Damm bereits aufgeschüttet. Damit hat die Gleistrasse in diesem Bereich ihre endgültige Höhe erreicht. Nach der Schneeschmelze führt die Schrote derzeit wieder sichtbar mehr Wasser.

Auch der anschließende Bahndamm ist inzwischen deutlich zu erkennen und reicht bereits bis zur Albert-Vater-Straße. Östlich der künftigen Trasse entsteht das neue Gleichrichterunterwerk, das später die Straßenbahn mit Fahrstrom versorgen wird. Westlich ist ein Verbindungsweg geplant, der die zukünftige Haltestelle mit dem Wohngebiet rund um die Motzstraße verbindet. Aktuell wird die Fläche noch als Zwischenlager für Erdaushub genutzt.

Ab Mai beginnen die vorbereitenden Arbeiten für den Bauabschnitt über die Albert-Vater-Straße. Wichtig für alle Verkehrsteilnehmenden: Die Straße bleibt während der gesamten Bauzeit befahrbar, der Verkehr wird an den jeweiligen Baufeldern vorbeigeführt. Auf der gegenüberliegenden Seite haben die Arbeiten zur Baufeldfreimachung bereits begonnen.















