Liniennetz 2020+: Das Straßenbahnnetz der Zukunft

Neue Strecken, mehr Direktverbindungen und ein dichter Takt: Mit der 2. Nord-Süd-Verbindung wächst nicht nur das Straßenbahnnetz in Magdeburg. Auch die Linienführung wird weiterentwickelt. Das Ziel ist ein übersichtliches und leistungsfähiges Netz, das die Stadtteile gut miteinander verbindet und möglichst viele Fahrgäste ohne Umstieg ans Ziel bringt.

Wie die Straßenbahnen nach Fertigstellung aller Bauabschnitte fahren sollen, zeigt unser Zielnetzplan. Er wurde gemeinsam mit der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Verkehrsplanungsbüro VerkehrsConsult Dresden-Berlin (VCDB) entwickelt.

So funktioniert das geplante Liniennetz

Alle 10 Minuten eine Straßenbahn

Ein wichtiger Bestandteil des Zielnetzes ist ein regelmäßiger und leicht merkbarer Takt. Auf den neuen Strecken der 2. Nord-Süd-Verbindung sollen Straßenbahnen in der Regel mindestens alle zehn Minuten fahren. Eine Ausnahme bildet der Europaring.

Dabei müssen nicht alle Linien selbst im Zehn-Minuten-Takt verkehren. Auf einigen Strecken ergänzen sich mehrere Linien zu einem gemeinsamen, dichten Angebot.

Ein Beispiel ist der Kannenstieg: Hier sollen die Linien 1 und 8 jeweils alle 20 Minuten fahren. Zusammen ergibt sich ein Zehn-Minuten-Takt.

Möglichst direkt durch die Stadt

Das Zielnetz setzt auf durchgehende Straßenbahnlinien. Sie verbinden zwei Endpunkte miteinander und führen dabei durch die Innenstadt. So entstehen umsteigefreie Verbindungen zwischen vielen Stadtteilen.

Besonders der Hauptbahnhof spielt dabei eine zentrale Rolle: Gleich sieben Linien sollen ihn künftig direkt anfahren. Auch wichtige Ziele wie der Alte Markt, das City Carré und der Hasselbachplatz sind in das Liniennetz eingebunden.

Neue Verbindungen zwischen den Stadtteilen

Mit dem erweiterten Netz entstehen auch Verbindungen, die bislang nur mit Umsteigen möglich sind.

Das Neustädter Feld erhält mit der Linie 8 eine direkte Anbindung an den Hauptbahnhof, die Innenstadt, Buckau und Westerhüsen. Vom Hermann-Bruse-Platz bis zum Hauptbahnhof beträgt die geplante Fahrzeit nur elf Minuten.

Im Kannenstieg sind zwei Fahrtmöglichkeiten vorgesehen: Die Linien 1 und 8 führen über unterschiedliche Strecken in Richtung Innenstadt. Auch der IKEA-Standort im Norden wird in das Liniennetz eingebunden.

Neue Direktverbindungen entstehen außerdem im Süden und Westen der Stadt. Die Linien 3 und 5 verbinden unter anderem Stadtfeld, Sudenburg, Buckau und Salbke miteinander.

Das neue Liniennetz 2020+:

Linie 1: IKEA / Kannenstieg* – Leipziger Chaussee
über Kastanienstraße – Alter Markt – Hasselbachplatz

Linie 2: Alte Neustadt – Sudenburg
über Alter Markt – City Carré – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Westring – Südring

Linie 3: Olvenstedt – Sudenburg**
über Olvenstedter Platz – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Hasselbachplatz – Warschauer Str. – Wiener Str. – Südring

Linie 4: Olvenstedt – Cracau
über Olvenstedter Platz – Hauptbahnhof / Kölner Platz – City Carré – Allee-Center – Heumarkt

Linie 5: Messegelände – Salbker Platz**
über Nordbrückenzug – Alter Markt – Hauptbahnhof / Kölner Platz – Olvenstedter Platz – Europaring – Westring – Südring – Wiener Str. – Warschauer Str. – Buckau

Linie 6: Diesdorf – Herrenkrug
über Hauptbahnhof / Kölner Platz – Allee-Center – Arenen

Linie 8: Kannenstieg / IKEA* – Westerhüsen
über Neustädter Feld (Hermann-Bruse-Pl.) – Hauptbahnhof / Kölner Platz – City Carré – Hasselbachplatz – Buckau

Linie 9: Neustädter See – Reform
über Kastanienstraße – Alter Markt – Hauptbahnhof / Willi-Brandt-Platz – Hasselbachplatz

Linie 10: Barleber See – Sudenburg
über Zoo – Kastanienstraße – Alter Markt – Hasselbachplatz

* Diese Endstellen werden jeweils abwechselnd bedient
** Linie verkehrt im 20-Minuten-Takt

Die dargestellten Linienwege und Takte sind der Planungsstand für das vollständig ausgebaute Netz. Bis zur endgültigen Einführung können sich noch Anpassungen ergeben, beispielsweise bei Linienführungen, Takten oder Liniennummern.

Zielnetz 2020+