Vom Hermann-Bruse-Platz bis zur Ebendorfer Chaussee: Tatkraft Tag für Tag

Im Bauabschnitt 5 (BA5) für die zweite Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn sind die Bauarbeiten von der Ebendorfer Chausse bis zum Hermann-Bruse-Platz in vollem Gange. Hier wird die neue Straßenbahnstrecke nach ihrer Fertigstellung den Anwohnern und Anwohnerinnen eine schnelle, barrierefreie und umweltfreundliche Verbindung in das Stadtzentrum, zum Hauptbahnhof sowie den Norden der Stadt bringen.

Kein Durchkommen für Autofahrer und Autofahrerinnen: Zwischen Hermann-Bruse-Platz und Olvenstedter Graseweg geht es aktuell nur zu Fuß oder mit dem Rad entlang der Kritzmannstraße.

Zum Hermann-Bruse-Platz gelangt man per PKW derzeit nur aus Richtung Süden kommend von der Mittagstraße, da es der Baufortschritt nicht anders zulässt. Auf diesem Stück liegen bereits die Gleise in der Mitte der Fahrbahn, auch die Oberleitungsmasten sind gesetzt und an der neuen Straßenbahnhaltestelle „Am Stadtblick“ sind auch nur noch kleinere Restarbeiten nötig. Am Hermann-Bruse-Platz ist eine neue Zwischenwendeschleife errichtet worden, um beispielsweise bei einer Störung des Straßenbahnverkehres im Norden noch zwischen Hermann-Bruse-Platz und Innenstadt fahren zu können. Auch ein ganz neues Gleichrichterunterwerk hat an der Wendeschleife seinen Platz gefunden. Dieses wird den Fahrstrom für unsere Straßenbahnen in die Oberleitung speisen. Sogar die Lichtsignalanlage für die Straßenbahn steht im Endzustand und leuchtet schon auf, allerdings bleibt dies mangels Straßenbahnverkehr noch ohne Einfluss auf den Individualverkehr.

 

Für PKW geht es aktuell nicht von hier über die Kritzmannstraße weiter bis zum Olvenstedter Graseweg, da dieser Abschnitt für die Bauarbeiten vollgesperrt ist. Die Oberfläche der Fahrbahn wurde komplett aufgebrochen, und die Städtischen Werke (SWM) lassen in diesem Zusammenhang die unterirdischen Leitungen erneuern. Parallel wird der Gleisbau vorbereitet, um die Strecke weiter durch das Neustädter Feld führen zu können. Doch nicht für alle Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen ist die Kritzmannstraße gesperrt: Fußgänger und Fußgängerinnen können den Bereich der Baustelle auf einem provisorisch angelegten Ersatzfußweg umgehen. Auch die Schüler und Schülerinnen der Comeniusschule kommen so weiterhin sicher zum Unterricht.

Die Schleife, die die Wende bringt: Straßenbahnen können in Zukunft hier links abbiegen, wenden und ihre Fahrt zurück in Richtung Innenstadt beginnen.

Die künftige Strecke kreuzt den Olvenstedter Graseweg und führt weiter durch den Burgstaller Weg. Hier zeigen sich die Baumaßnahmen ebenso in ihrer ganzen Tragweite: Die Straße ist nur aus Richtung Norden als Einbahnstraße befahrbar, drumherum herrscht reges Treiben im Baufeld. Der Fuß- sowie Radverkehr ist in beiden Richtungen möglich. Auf der Spur, auf der zurzeit die Autos auf einer Baustraße fahren können, wird in Zukunft die Straßenbahn durchrauschen. Neben der Errichtung der neune Strecke müssen Wasserleitungen auf der Westseite erneuert werden, damit nach dem Bau der neuen Gleistrasse der Burgstaller Weg nicht nochmals durch Arbeiten und Sperrungen beeinträchtigt werden muss und der Schienenverkehr nach Fertigstellung ungestört weiterrollen kann. Auch wenn für Anwohner und Anwohnerinnen durch die Baustelle keine Zufahrt zu den privaten Grundstücken möglich ist, darf etwas aufgeatmet werden: Für Betroffene wurde in unmittelbarer Nähe ein Parkplatz am Burgstaller Weg, Ecke Olvenstedter Graseweg, angemietet. Eine weitere gute Nachricht: Die neuen Sichtschutzwände, die entsprechend den Festlegungen des seit 2020 bestehenden Planrechts errichtet wurden und bei denen die Anwohner und Anwohnerinnen selbst mitgestalten konnten, sind bereits seit einiger Zeit fertiggestellt.

Im Burgstaller Weg werden Wasserleitungen verlegt. Dort, wo jetzt noch Autos in fahren können, werden in Zukunft die Gleise für Straßenbahn liegen. Anwohner und Anwohnerinnen im Burgstaller Weg werden dank der neuen Sichtschutzwand nicht viel davon mitbekommen.

Weiter im Norden der Stadt sind im Bereich des Milchweges unmittelbar vor der Keuzung der Ebendorfer Chaussee eine neue unterirdische Querung für eine 110kV vorbereitet sowie eine 10kV Stromleitung verlegt worden. An der Kreuzung Milchweg/Ebendorfer Chaussee sind die Weichen in Richtung Innenstadt verlegt. Die Rillen der Schienen wurden für die Bauarbeiten vergossen, damit Radfahrer und Radfahrerinnen diesen Bereich ohne Sturzgefahr passieren können. Von hier aus geht es in Zukunft von Kannenstieg, Danziger Dorf und Lerchenwuhne noch schneller und komfortabler Richtung Innenstadt. Im Milchweg lässt sich schon erahnen, wo bald elektrisch und auf Schienen gefahren wird.

Blickrichtung Süden: Keine Sturzgefahr für Zweiräder. Die Schienenstränge, über die es in Zukunft in die Innenstadt geht, sind zur Sicherheit vergossen worden.