13,5 Kilometer neue Straßenbahnstrecken, 37 neue Haltestellen und bessere Verbindungen für Zehntausende Menschen: Mit der 2. Nord-Süd-Verbindung entsteht eines der größten Verkehrsprojekte in der Geschichte Magdeburgs. Das Ziel: Mehr Stadtteile direkt an das Straßenbahnnetz anschließen und den öffentlichen Nahverkehr für die Zukunft stärken.

Ein Straßenbahnnetz, das weiter wächst

Magdeburg wächst und verändert sich. Damit sich die Menschen auch künftig gut durch die Stadt bewegen können, entwickeln wir das Straßenbahnnetz weiter.

Bisher führt die wichtigste Nord-Süd-Verbindung über die Lübecker und Lüneburger Straße. Die 2. Nord-Süd-Verbindung ergänzt diese Achse um neue Strecken im Norden und Süden der Stadt. Hinzu kommt eine Süd-West-Querung, die zusätzliche Verbindungen zwischen den Stadtteilen schafft.

Das Großprojekt besteht aus acht Bauabschnitten und erweitert das Magdeburger Straßenbahnnetz um insgesamt 13,5 Kilometer.

Neue Verbindungen für Magdeburgs Stadtteile

Mit dem Ausbau rücken viele Wohngebiete näher ans Straßenbahnnetz. Mehr als 44.000 Menschen profitieren von einer neuen Straßenbahnanbindung.

Im Norden werden das Neustädter Feld, Birkenweiler und der Kannenstieg besser mit dem Straßenbahnnetz verbunden. Im Süden erhält der Stadtteil Reform eine direkte Straßenbahnanbindung.

Die Süd-West-Querung schafft zusätzliche Verbindungen zwischen Neu-Olvenstedt, Stadtfeld, Sudenburg, der Leipziger Straße und Buckau.

Damit entstehen neue Möglichkeiten, direkt durch Magdeburg zu fahren – mit kürzeren Reisezeiten und weniger Umstiegen.

Einfacher unterwegs – für alle Generationen

Wer mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl unterwegs ist, braucht einen möglichst einfachen Zugang zu Bus und Bahn.

Deshalb spielt die Barrierefreiheit beim Netzausbau eine wichtige Rolle. Alle 37 neuen Haltestellen erhalten Bahnsteige, die einen möglichst stufenlosen Einstieg in die Straßenbahn ermöglichen.

So wird der öffentliche Nahverkehr für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Familien und ältere Fahrgäste leichter zugänglich.

Mehr Menschen für den Nahverkehr gewinnen

Mit neuen Direktverbindungen und kürzeren Reisezeiten soll die Straßenbahn für noch mehr Menschen zu einer attraktiven Alternative zum Auto werden.

Die Verkehrsprognosen für das Gesamtprojekt gehen davon aus, dass nach vollständiger Inbetriebnahme täglich rund 5.000 zusätzliche Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln stattfinden.

Das hat auch positive Auswirkungen auf die Umwelt: Nach der dem Projekt zugrunde liegenden Untersuchung werden durch die neuen Straßenbahnstrecken jährlich mehr als 1.000 Tonnen CO₂ eingespart.*

Eine Idee mit langer Geschichte

Die Planungen für die 2. Nord-Süd-Verbindung reichen bis in die 1990er-Jahre zurück. Am 6. Mai 1999 fasste der Magdeburger Stadtrat den Grundsatzbeschluss zum Ausbau des Straßenbahnnetzes und stellte damit die Weichen für das Großprojekt.

Aus der damaligen Vision wird Schritt für Schritt Wirklichkeit. In acht Bauabschnitten entsteht ein erweitertes Straßenbahnnetz, das Magdeburg langfristig verbinden soll.

Dabei geht es um weit mehr als neue Gleise: Wo neue Straßenbahnstrecken entstehen, werden vielfach auch Straßen, Geh- und Radwege sowie Versorgungsleitungen modernisiert.


Mehr erfahren:

Wie profitieren Fahrgäste und die Stadt vom Ausbau? Welche Strecken gehören zum Projekt?


Erläuterung *: Nach der dem Projekt zugrunde liegenden Standardisierten Bewertung durch die VerkehrsConsult Dresden GmbH von 2016, aktualisiert 2022, werden nach vollständiger Inbetriebnahme jährlich mehr als 1.000 Tonnen CO₂ gegenüber dem zugrunde gelegten Vergleichsszenario ohne Bau der Straßenbahntrassen eingespart.