Verkehrsmodelle haben gezeigt, dass sich die neue Straßenbahnverbindung lohnt. Auf dem neuen Nordast der 2. Nord-Süd-Verbindung werden 3.000 zusätzliche Fahrgäste pro Tag prognostisiert. Die Buslinie 69 ist im Übrigen bereits heute, insbesondere im Berufsverkehr, stark nachgefragt.

Die Straßenbahn wird im Kreuzungsbereich Johannes-R.-Becher-Str. / Milchweg in Mittellage geführt und verschwenkt dann im weiteren Straßenverlauf in die östliche Seitenlage. Dafür wird der vorhandene Grünstreifen genutzt. Es wird auf dem gesamten Abschnitt ausreichend Abstand zur Wohnbebauung geben. Für die sichere Querung der Gleise werden nicht nur Querungshilfen eingebaut, die Kreuzungsbereiche werden zudem durch Ampeln signalisiert.

Im Kreuzungsbereich Johannes-R.-Becher-Str. / Milchweg wird es einen Radweg geben, der an den Haltestellen vorbei geführt wird. Im weiteren Verlauf der Straße sollen die Radfahrer aber, wie heute auch, auf der Straße geführt werden, da dies eine Tempo 30-Zone ist.

Der Wochenmarkt bleibt bestehen. Der Hans-Eisler-Platz wird nicht verändert. Er ist zukünftig sogar besser erreichbar, da hier eine barrierefreie Haltestelle gebaut werden soll

Es ist richtig, dass einige Parkplätze für den Bau der neuen Straßenbahn entfallen müssen. Wir haben die Parkplätze und deren Belegung aber an einem Wochentag abends, wenn also die meisten Anwohner zu Hause sind, gezählt. Das Ergebnis: Es waren nicht alle Parkplätze belegt. Auch nach dem Straßenbahnbau werden somit genügend Parkplätze vorhanden sein.

Das endgültige Liniennetz steht noch nicht fest. Nach heutigem Stand soll die neue Straßenbahnlinie vom Kannenstieg aus in die Innenstadt über die Kastanienstraße und die Lübecker Straße fahren.